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Warum ich Kandidaten bevozuge die sich beschweren als klagenden Kunden zu haben

2015-09-24 12:00:00 +0100 von

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Ich (Herbert) hatte vor kurzem zwei Anrufe, die mich dazu gebracht haben, diesen Blogpost zu schreiben. Der eines unglücklichen Kandidaten und der eines unglücklichen Kunden - Arbeiten im Ausland hat seine Schwierigkeiten. 

Die Beschwerde:

Der Kandidat hat sich beschwert, dass zu viele Fragen beim Prozess vor dem Arbeiten im Ausland gestellt wurden und er den Eindruck hatte, dass viele der Fragen nicht von Relevanz waren.  Er wollte zwar alles über den Job wissen, wollte umgekehrt jedoch keine Informationen über sich preisgeben. Eine unserer üblichen Fragen ist “Wo hast du dich bereits beworben?”. Genau das war eine der Fragen, über die sich der Kandidat beschwert hat. Ich habe dem Kandidaten daraufhin erklärt, dass es mein Job ist, diese Frage zu stellen. Genau deshalb, weil die Antwort mir ein besseres Bild von dem Kandidaten verschafft – und je besser ich einen Kanidaten kenne, desto eher kann ich ihm bei seinem Traum Arbeiten im Ausland unterstützen.

Ich könnte auch einfach unsere Kunden anrufen und fragen, ob der Kandidat sich bereits beworben hat oder nicht. Aber Zeit ist wertvoll und warum sollte uns der Kandidat nicht einfach erzählen, wo er sich bereits beworben hat? Zu wissen, wo der Kandidaten sich im Ausland beworben hat, hilft uns, die Geschichte und die Beweggründe des Kandidaten besser zu verstehen. Wenn sich jemand ausschließlich bei großen Unternehmen beworben hat und dort seine Karriere beginnen oder fortsetzen möchte, schlagen wir diesem Kandidaten beispielsweise keinen Job in einem kleinen Start-up Unternehmen im Ausland vor.

Andere Kandidaten haben sich beschwert, weil wir sie gefragt haben, ob sie Schulden oder Kredite haben oder Unterhalt zahlen müssen. Uns persönlich interessiert die Antwort nicht und wir möchten auch gar keinen Kontoauszug sehen. Letztendlich geht es darum, dass wir in Vergangenheit aufgrund dessen einige unserer Kandidaten nicht einstellen konnten. Jeder, der den Schritt Arbeiten im Ausland wagt, muss einen Überblick über seine Finanzen haben und sicher gehen, dass alle anfallenden Kosten des Umzugs gedeckt werden können. Es hat schließlich einen Einfluss auf deine finanzielle Lage, ob 400 Euro monatlich extra zur Rückzahlung von Rechnungen oder Unterhaltszahlungen anfallen oder nicht.
​Wenn wir kein vollständiges Verständnis eurer Situation und eurer Bedürfnisse haben, verschwenden wir sowohl eure als auch unsere Zeit. Es geht nicht nur darum, ob du den Job im Ausland gut machen kannst sondern auch darum, dass du das Leben & Arbeiten in deinem neuen Land finanzieren kannst. Nur so wirst du alles in allem zufrieden und glücklich mit der neuen Lebenssituation sein können.

Der Kunde:

Als ich mich das erste mal mit unserem neuem Kunden ausgetauscht habe, hat dieser mir verdeutlicht, dass er keine Recruitment Agentur sucht, die CVs weiterleitet sondern eine, die ein umfassendes Verständnis für den Kunden hat und nur die Kandidaten weiterleitet, die gründlich gescreent wurden. Wenn unser Kunde unserem Kandidaten ein Jobangebot macht, soll dieses so schnell wie möglich akzpetiert werden – ohne wenn und aber. Falls ein Kandidat bereits weitere Angebot anderer Unternehmen hat, möchte unser Kunde dies wissen. Einfach um dies in alle Entscheidungen und Handlungen zu integrieren und dem ganzen einfach ein Schritt voraus zu sein.

Ich habe dem Kandidaten, der sich beschwert hat, daraufhin erklärt, dass wir nur Kandidaten möchte, von denen wir glauben, dass diese den Job akzeptieren, Arbeiten im Ausland ernst nehmen und keine Kandidaten, die nur auf dem Papier gut sind.

Wir bevorzugen Kandidaten, die sich beschweren aber keine Kunden, die sich beschweren:

Alles in allem möchten wir natürlich Beschwerden jeglicher Art vermeiden. Wir sind gerade dabei, uns einen Namen zu machen und da machen negative Nachrichten immer schnell die Runde - egal ob vom Kunden oder vom Kandidaten. Wann immer sich einer unserer Kandidaten beschwert, ist es immer, weil wir zu viele und nicht zu wenige Fragen gestellt haben.

Stellt euch vor, was passiert, wenn ein Recruiter nicht genug Fragen stellt? Würdest du dann mit dem richtigem Unternehmen bekannt gemacht werden? Würdest du den Job kriegen, den du gesucht hast? Würdest du wirklich die Interviews führen, die dich zu dem richtigem Job führen oder würdest du einfach nur deine Zeit verschwenden?

Stellt euch vor, was passieren würde, wenn unsere Kunden anfangen würden, sich zu beschweren. Genau deswegen präferieren wir klagende Kandidaten vor klagenden Kunden. 

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