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Arbeiten im Ausland: Checkliste für den Jobwechsel

2017-07-18 11:00:00 +0100 von Kellie-Anne Molloy

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Arbeiten im Ausland: Checkliste für den Jobwechsel

Wer auswandern und im Ausland arbeiten möchte, hat im Vorfeld Vieles zu erledigen. Mit dieser Checkliste möchten wir dir einen groben Überblick über deine „To-Dos“ verschaffen.

Verdienstmöglichkeiten prüfen

Ein Jobwechsel ins Ausland bringt dir idealerweise nicht nur wertvolle Berufserfahrung und kulturelle Kompetenz, sondern kann sich auch finanziell lohnen. Deine Verdienstmöglichkeiten hängen nicht nur von deiner neuen Wahlheimat ab, sondern auch von deinen beruflichen Qualifikationen. Die Höhe der Gehälter variiert von Branche zu Branche. Bevor du dich also für das Arbeiten im Ausland entscheidest, solltest du in deinem Berufsfeld prüfen, mit welchem Gehalt du im Zielland rechnen kannst, und ob dies deinen Erwartungen entspricht. Dabei helfen dir unter anderem Studien aus dem betreffenden Land oder ein erfahrener Berufsberater weiter. 


Lebenshaltungskosten im Ausland

Das monatliche Einkommen ist nicht alles – auch die Ausgaben solltest du bei deiner Kalkulation berücksichtigen. Schließlich entscheidet das Zusammenspiel zwischen Einkommen und Lebenshaltungskosten darüber, wie viel Geld du für höhere Ziele ansparen, beziehungsweise für Luxus ausgeben kannst. Zu den Lebenshaltungskosten zählen unter anderem:

  • Unterkunft (Miete, Kauf, Kaution, etc.)
  • Nebenkosten wie Wasser, Strom, Heizung
  • Telefon und Internet
  • Unterhalt und Betrieb von Fahrzeugen bzw. Kosten für öffentliche Verkehrsmittel
  • Lebensmittel
  • Kosten für Hygiene- und Körperpflegeprodukte
  • Kleidung
  • Bildung und Ausbildung
  • Freizeitgestaltung und Hobbys
  • Reisen
  • Evtl. Tierhaltung
  • Besuche in der alten Heimat


Auswandern? Nicht ohne Ersparnisse!

Uta Koch vom Raphaelswerk e.V., einem auf Auswanderungsfragen spezialisierten Fachverband des Deutschen Caritasverbandes, rät im Auswander-Ratgeber von immowelt.de dazu, ein finanzielles Polster anzusparen, mit dem du im Ausland mindestens drei, besser sechs Monate leben kannst. Das bietet dir Sicherheit, falls es mit deinem neuen Job nicht sofort klappen sollte und du eventuell deinen Job im Ausland wechseln möchtest. Zudem ist es wichtig, immer genug Geld zu haben, um eine etwaige Rückkehr nach Deutschland finanzieren zu können.


Dokumente für den Umzug ins Ausland prüfen

Hast du genügend Geld angespart, heißt es: Ran an den Papierkram. Folgende Dokumente brauchst du für das Leben und Arbeiten im Ausland:


  • Visa: Je nach Zielland benötigst du eine Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung.
  • Dein Reisepass sollte ab dem Ausreisedatum mindestens für weitere sechs Monate lang gültig sein.
  • Geburts- und Heiratsurkunden: Erfrage bei der Botschaft deiner neuen Wahlheimat, ob du deine Geburts- oder gegebenenfalls deine Heiratsurkunde übersetzen und beglaubigen lassen musst.
  • Bewerbungsunterlagen mit beglaubigten und in die Ziellandessprache übersetzten Zeugnissen
  • Impfpass mit allen für das Zielland erforderlichen Impfungen
  • Führerschein: Erkundige dich, ob der deutsche Führerschein in deiner neuen Wahlheimat ebenfalls gilt oder ob du einen internationalen Führerschein beantragen musst.
  • Richte einen Nachsendeauftrag ein, damit dir deine Post auch im Ausland zugestellt wird.


Versicherungen

Auch in Sachen Versicherungen ist einiges zu klären:

  • Gesetzliche Rentenversicherung: Gibt es ein Sozialversicherungsabkommen zwischen Deutschland und deiner neuen Wahlheimat? Wenn ja, gelten individuelle Regelungen für die gesetzliche Rentenversicherung, über die du dich informieren solltest. Wenn es kein solches Abkommen gibt, werden die im Ausland erworbenen Rentenansprüche nicht in Deutschland berücksichtigt. Mehr Informationen über die Rente im Ausland findest du hier.
  • Private Haftpflichtversicherung: Informiere dich, ob es in deiner Wahlheimat private Haftpflichtversicherungen gibt und wie diese im Schadensfall agieren. Es gibt aber auch deutsche Haftpflichtversicherungen, die Auswanderer bis zu fünf Jahre lang im Ausland absichern.
  • Krankenversicherung: Die Verträge der gesetzlichen Krankenversicherung sind nur für kurze Auslandsaufenthalte wie Urlaube wirksam und an einen Wohnsitz in Deutschland gebunden. Auswanderer können die Krankenversicherung außerordentlich kündigen, indem sie dem Kündigungsschreiben die Abmeldebescheinigung für den deutschen Wohnsitz beilegen. Neben der außerordentlichen Kündigung gibt es aber noch die Möglichkeit einer Anwartschaft: Hierbei werden Kranken- und Pflegeversicherung ruhend gestellt. Falls du eines Tages wieder nach Deutschland zurückkehren solltest, könntest du den Versicherungsschutz zu den alten Bedingungen weiter nutzen. Die Beiträge der Anwartschaft sind so gestaltet, dass die Versicherung ihre Verwaltungskosten deckt.
    • Falls du eine private Krankenversicherung hast, kannst du entweder eine kleine oder eine große Anwartschaft abschließen. Die kleine Anwartschaft ist günstiger, doch sie bildet keine Altersrückstellungen. Die große Anwartschaft beinhaltet hingegen einen Sparanteil für Altersrückstellungen.
  • Unfallversicherung: Eine gesetzliche Unfallversicherung ist in Ländern der EU, des Europäischen Wirtschaftsraums, in der Schweiz und in Ländern, mit denen ein Sozialversicherungsabkommen besteht, nur begrenzt möglich. Eine private Unfallversicherung ist im Ausland nur zeitlich begrenzt gültig. Informiere dich deshalb, welche Möglichkeiten die Versicherung für deinen speziellen Fall bieten kann.


Wohnungs- und Jobsuche im Ausland

Wenn du im Ausland arbeiten und leben möchtest, solltest du dich idealerweise noch in Deutschland auf Wohnungs- und Jobsuche begeben. Mit unserer Hilfe hast du dann bereits bei deiner Ankunft einen Job im Zielland, mit dem du die Miete oder die Wohnungskaufraten berappen kannst und nicht von deinen Ersparnissen leben musst. Für die Bewerbung ist es wichtig, dass du die verschiedenen Stationen in deinem Lebenslauf mit den korrekten Berufsbezeichnungen auf Englisch formulieren kannst. Falls du dich unsicher im Erstellen eines englischsprachigen Lebenslaufs fühlst, haben wir hier für dich ein paar Tipps zusammengestellt.


Auch ein gut gepflegtes LinkedIn-Profil ist bei der Jobsuche im Ausland Gold wert. Besonders im englischsprachigen Raum ist LinkedIn ein gefragtes Karrierenetzwerk, über das dein potenzieller Arbeitgeber vielleicht im Voraus versucht, zusätzliche Informationen über dich zu bekommen. Halte dein Profil deshalb stets aktuell und versuche, von Kollegen, Chefs und Geschäftspartnern so viele Referenzen wie möglich zu bekommen. Zum Beispiel hilft es, wenn du die beruflichen Fähigkeiten deiner ehemaligen oder aktuellen Kolleginnen und Kollegen bestätigst oder gut bewertest: Diese freuen sich darüber und werden sich auch bei dir mit einer guten Referenz bedanken. Mehr Informationen zur Pflege deine Social-Media Auftritte findest du hier.




Kündigung des bisherigen Arbeitsverhältnisses

Sind alle Vorkehrungen getroffen und der Job im Ausland in der Tasche, solltest du einen Termin mit deinem bisherigen Vorgesetzten vereinbaren. Achte darauf, diesen Termin so zu wählen, dass er innerhalb der in deinem Arbeitsvertrag geregelten Kündigungsfrist liegt. Da man sich gerade im beruflichen Leben oft zwei Mal sieht, solltest du das Arbeitsverhältnis im Positiven beenden. Bedanke dich in diesem Gespräch für die gute Zusammenarbeit und erkläre, dass du nun deinem langgehegten Traum vom Auswandern verwirklichen möchtest. Vergesse nicht, dem Vorgesetzten deine schriftliche Kündigung mitzugeben und dir den Eingang bestätigen zu lassen.


Vorbereitung des Auslandsumzugs

Nun geht es an die Umzugsplanung. Denke daran, alle Verträge zu kündigen, die du im Ausland nicht weiterführen kannst. Dazu zählen beispielsweise dein bisheriger Mietvertrag, deine Verträge mit dem Strom- und Warmwasseranbieter sowie deine Handy-, Telefon- und Internetverträge.

Wenn der Umzug naht, solltest du deinen Hausstand kritisch prüfen: Trenne dich von allen Gegenständen und Möbeln, die du in deiner neuen Wahlheimat nicht brauchst. Idealerweise verkaufst du diese Dinge vorher. Da für den Transport des Hausstands ins Ausland meist ein Container benötigt wird, solltest du dir rechtzeitig Angebote verschiedener Umzugsdienstleister einholen und eine Liste mit allen Umzugsgütern vorbereiten. Je besser du den Umzug ins Ausland organisierst, desto einfacher gelingt der Neustart in deiner Wahlheimat.



Author: Alexandra Muckelbauer 
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